DVD Archive - Miriam Schäfer :: (Autorin)

Engel im Schnee [2007]

Engel im Schnee - PlakatTitel und Cover sprachen mich sofort an, weshalb ich mich blind an den Film herantraute. Die Geschichte entwickelt sich langsam aus drei unterschiedlichen Handlungssträngen zu einem komplexen Ganzen, in dessen Zentrum sich der fünfzehnjährige Schüler Arthur befindet.
Zuhause erlebt Arthur die Trennung seiner Eltern hautnah mit. In seinem Job in einem chinesischen Restaurant begegnet er täglich seinem ehemaligen Kindermädchen Annie, die sich nach ihrer gescheiterten Ehe als alleinerziehende Mutter durchschlägt. Und in der Schule findet er in der neuen Schülerin Lila seine erste Liebe.

Zuerst erscheinen all diese einzelnen Elemente wenig bedeutend, doch besonders die Geschichte von Annie [Kate Beckinsale], ihrer Tochter Tara und Exmann Glenn [Sam Rockwell] entpuppt sich als spannendes wie tragisches Drama. Während Glenn, seit einem wie durch ein Wunder missglückten Selbstmordversuch fanatischer Christ, alles versucht, sein Leben in geordnete Bahnen zu lenken, um Annie zurückzugewinnen, landet diese in einer Affäre mit dem Mann ihrer besten Freundin…

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The Craft – Der Hexenclub [1996]

The Craft - Der Hexenclub - PlakatEbenfalls ein Film aus Kiste mit der Aufschrift „Mi’s All-Time-Favorites“: „The Craft“ oder „Der Hexenclub“, wie der leider schnarchige deutsche Titel lautet.
Sarah [Robin Tunney] hat von Klein auf Visionen, die sie in einen Selbstmordversuch trieben. Um ihr einen kompletten Neustart zu ermöglichen, zieht sie mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter nach LA, wo sie an ihrer neuen Schule drei sehr unterschiedlichen Freundinnen begegnet: Der verrückten Gothiclady Nancy [Fairuza Balk], der mit Narben übersähten Bonnie [Nevie Campbell] und der unter dem Rassismus einiger Mitschülerinnen leidenden Rochelle [Rachel True]. Die drei sind Außenseiter und werden als Hexen verspottet, weshalb auch Sarah ihnen anfangs skeptisch gegenüber steht. Doch die drei lassen nicht locker, da sie in Sarah die Vierte für ihren Zirkel erkannt haben. Mit ihr wären sie mächtig genug, die vier Himmelsrichtungen anzurufen…

Sarah, die sich zwar nie für Okkultismus interessierte, jedoch mit der natürlichen Gabe der Magie gesegnet ist, lässt sich schließlich auf die anderen ein und taucht mit ihnen in die Welt der magischen Rituale ab. Als die Vier erkennen, dass sie durch Sarah in der Lage sind, tatsächlich Dinge zu bewirken und sich ihre Wünsche zu erfüllen, wollen sie immer mehr und werden mutiger. Sie beschwören den „Großen Geist“ Manon, und Nancy nimmt seine Kraft in sich auf. Ab diesem Moment ist sie nicht mehr zu bremsen oder zu kontrollieren und schreckt selbst vor Mord nicht zurück.
Sarah versucht den Zirkel wieder zu verlassen…

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Heathers [1989]

Heathers - PlakatAus der Kategorie „Mi’s Lieblingsfilme“: Heathers, oder „Lethal Attraction“, wie er bei der Erstveröffentlichung in Europa hieß, ein nicht ganz typischer 80er Jahre Teenie-Film über eine fieses Trio und eine mörderische Highschool-Romanze.

Veronica Sawyer [Wynona Ryder] gehört als geduldetes Anhängsel zur mächtigsten Clique an ihrer Highschool, den Heathers, drei hübschen und wohlhabenden Mädchen, die alle auf den Vornamen Heather hören und von ihren Mitschülern vordergründig verehrt, hintergründig gefürchtet werden. Wollte Veronica anfangs wirklich dazu gehören, um sich im Glanz der beliebten Schülerinnen zu sonnen, so verabscheut sie ihre neuen Freundinnen nach kurzer Zeit, da diese ihre weniger beliebten Mitschüler schikanieren, und sie ihre Unterlegenheit in jedem Moment spüren lassen. Trotzdem bringt Veronica nicht den Mut auf, sich von den Heathers zu distanzieren.

Als Heather Nummer 1 nach einer etwas unglücklich verlaufenden Party schwört, Veronicas Ruf zu ruinieren, kommt dieser ihr neuer rebellischer Freund Jason Dean [Christian Slater] genau recht. Ihr Zorn über Heather fällt bei ihm auf fruchtbaren Boden, doch während Veronica sich nur Luft machen und sich mit einer spaßigen Aktion an ihrer „Freindin“ rächen will, beschreitet J.D. ernstere Wege und Heather stirbt.

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Das Haus am Meer – Il Mare [2000]

Das Haus am Meer - Il Mare - Plakat Das amerikanische Remake „Das Haus am See“ hat mich sehr neugierig auf dieses koreanische Original werden lassen. Die Handlung ist [natürlich] identisch:

Der junge Architekturstudent Eun-Ju braucht dringend eine Auszeit und begibt sich in die Einsamkeit: Er bezieht das wunderschöne Stelzenhaus am Meer und entdeckt im Briefkasten eine Nachricht seiner Vormieterin Sung-Hyun, mit der Bitte, ihre Post nachzusenden. Eun-ju ist verwundert, wähnt er sich doch als der erste Mieter des Hauses, dem er den Namen Il Mare gegeben hat. Er schickt Sung-Hyun eine Antwort, aus der sich eine Brieffreundschaft entwickelt, und beide entdecken, dass der Architekt noch im Jahre 1997 lebt, bei Sung-Hyun jedoch bereits das neue Millennium kurz bevor steht! Während die beiden noch versuchen dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, erwachen die Gefühle in ihnen…

Wie bei so vielen asiatischen Produktionen kommt auch dieser Film sehr minimalistisch daher und vermag es doch oder gerade deshalb viel mehr Gefühl an den Zuschauer zu übermitteln. Während die amerikanische Produktion vorallem auf Kitsch und Herzschmerz beruht, wirkt das Original viel natürlicher und echter.

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Das Haus am See [2006]

Das Haus am See - Plakat Als ich im TV über diesen Film stolperte, hat er mich gleich gefesselt.

Kate Foster [Sandra Bullock] verlässt ihr idyllisches Landhaus gleich am See und hinterlässt im Briefkasten die Bitte, ihr Nachmieter möge ihr doch die Post nachsenden. Diese Nachricht erreicht Architekt Alex Wyler [Keanu Reeves] und macht ihn stutzig: Die angegebene Adresse existiert noch gar nicht! Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, versucht er Kate zu antworten… und beide entdecken, dass sie durch den Briefkasten miteinander in Verbindung stehen, obwohl Alex im Jahr 2004, Kate bereits in 2006 lebt.
Durch den Briefwechsel entdecken beide ihre Gefühle zueinander, doch wie können sie zueinander finden? Alex folgt Kates Spuren, doch zu seiner Zeit weiß sie nichts von ihm…

Der Film basiert auf der koreanischen Vorlage „Il Mare“ aus dem Jahr 2000 und folgt dem gleichen Handlungsstrang, der hier und da jedoch etwas ausgeschmückt wird.

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Grabgeflüster – Liebe versetzt Särge [2002]

Grabgeflüster - Liebe versetzt Särge - PlakatNachdem mir „Sterben für Anfänger“ so gut gefallen hatte, wagte ich mit „Grabgeflüster“ einen Blindkauf, in der Hoffnung, eine ebenso skurril morbide englische Komödie vorliegen zu haben. Doch meine Erwartung wurde nicht zur Gänze erfüllt…

Auf einer Teenie-Tanzveranstaltung in den 50er, vielleicht 60er Jahren, verlieben sich Betty und Boris [Alfred Molina] auf den ersten Blick – und nur den! – ineinander. Zum Gespräch zwischen beiden kommt es nicht, Boris ist zu schüchtern und Betty wird anderweitig aufgefordert.

30 Jahre später, Betty [Brenda Blethyn] ist unglücklich mit einem untreuen Stadtrat verheiratet, begegnen die beiden einander wieder, als Betty sich um die Beerdigung ihrer Schwiegermutter kümmern muss, und dabei ausgerechnet in Boris‘ Bestattungsunternehmen gerät. Die beiden beginnen eine Affäre, die Boris jedoch nicht genug ist – er möchte Betty für sich. Kurzerhand schmieden sie den Plan, Betty „umzubringen“… Dummerweise verfolgt die Geliebte von Bettys Ehemann [Naomi Watts] den gleichen Plan, und auch Boris‘ Konkurrent Frank Featherbed [Christopher Walken als Anbieter durchgeknallter Las-Vegas-Bestattungen :mrgreen:] stiftet reichlich Verwirrung.

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Mr. Hollands Opus [1996]

Mr. Hollands Opus - PlakatIch weiß gar nicht mehr genau, wie ich auf diesen Film aufmerksam wurde. Ich weiß nur noch, ich habe ihn gesehen und war sofort fasziniert.

Glenn Holland [Richard Dreyfuss] ist Musiker mit Leib und Seele und hegt den ehrgeizigen Traum, einmal als Komponist seiner eigenen Sinfonie groß herauszukommen. Als das Geld mal wieder knapp ist, nimmt er – übergangsweise, wie er immer wieder versichert – im Jahre 1964 einen Job als Musiklehrer in einer Highschool an. Schnell zeigt sich sein Talent, den Schülern die Musik näher zu bringen, und er beginnt in seinem Job aufzugehen und ihn zu lieben.

Spätestens als seine Frau schwanger wird ist klar, dass sich sein Traum von der großen Karriere nicht verwirklichen lässt. Mit dieser Erkenntnis und dem traurigen Umstand, dass ausgerechnet sein Sohn Cole [Coltrane Gershwin :mrgreen:], mit dem er hoffte, die Liebe zur Musik gemein haben zu können, taub zur Welt kommt, fühlt Glenn sich vom Schicksal gestraft und zieht sich völlig in seine Arbeit zurück. Erst der Tod von John Lennon führt zum Eklat mit seinem Sohn und die Familie wieder zusammen. Gemeinsam mit Cole versucht Glenn, Gehörlosen durch Gebärdensprache, Licht und Farben die Musik zugänglich zu machen.

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Julie & Julia [2010]

Julie & Julia - PlakatEs gibt Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann. Filme, die vielleicht keinen besonderen Anspruch haben, keine außergewöhnliche Geschichte erzählen, an denen auf den ersten Blick wirklich nichts Besonderes dran ist. Und doch sieht man sich diese Filme eben immer wieder an. Weil sie einfach Spaß machen, bezaubern, ein „alles ist gut“ Gefühl vermitteln oder glücklich machen. Und genauso geht es mir mit „Julie & Julia“.

Aufmerksam wurde ich auf den Film durch einen Trailer. Eine junge Autorin steckt in einer Schaffenskrise und beschließt innerhalb eines Jahres alle Rezepte ihres Lieblingskochbuches nachzukochen und darüber zu bloggen. Autorin, kochen, bloggen? Muss ich sehen!

Julie Powell steht kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag, als ihre erfolgreichen Freundinnen ihr unsanft vermitteln, dass sie sie als Loser sehen, weil sie im Gegensatz zu ihnen keine Bilderbuchkarriere hingelegt hat, ihr Roman halbfertig in einer Schublade verstaubt und sie als Telefonistin für die Stadt arbeitet. Deprimiert überlegt sie, daran etwas zu ändern, etwas auf die Beine zu stellen und es diesmal auch zuende zu bringen. Gemeinsam mit ihrem Mann entwickelt sie die Idee einen Blog zu eröffnen, in dem sie davon erzählen will, wie sie sich innerhalb eines Jahres durch Julia Childs Erfolgskochbuch kocht.

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