DVD Archive - Seite 2 von 4 - Miriam Schäfer :: (Autorin)

The Lion in Winter [2003]

The Lion in Winter - PlakatAb und an hat das Fernsehen auch eine positive Seite: Wenn man überraschend in ungeahnt gute Filme hineinzappt z.B.. So geschehen bei „The Lion in Winter“, den ich wie gebannt verfolgte und anschließend sofort auf DVD erstehen musste, um den verpassten Anfang noch sehen zu können.

Die Geschichte spielt im England des Jahres 1183. König Henry II [Patrick Stewart] ist alt geworden und möchte zum Weihnachtsfest in Chinon die Thronfolge regeln. Zu diesem Anlass lässt er seine Frau, Eleanor von Aquitanien [Glenn Close], die er vor 10 Jahren einsperren ließ, aus ihrem Gefängnis holen und schickt nach seinen beiden ältesten Söhnen, dem Krieger Richard Löwenherz und dem hinterhältigen Taktiker Geoffrey, die sich damals gemeinsam mit der Mutter gegen den König verschworen. Der jüngste Sohn in Gestalt des tölpelhaften John lebt als einziger beim Vater und ist, warum auch immer, Vaters Liebling und somit auch gewünschter Thronfolger.
Um die ohnehin angespannte Situation weiter anzuheizen, läd sich auch Phillipe, König von Frankreich zu den Feiertagen ein, um an einen alten Vertrag zu erinnern, der besagt, dass Henrys Sohn Richard Phillipes Schwester Alais, Henrys Mätresse, heiraten soll…

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Filmstöckchen

Nach dem Bücherstöckchen bin ich bei Ikima über ein identisches Filmstöckchen mit den erfolgreichsten Kinofilmen der letzten Jahre gestolpert und hab es mir mitgenommen.
Ich werde es auf die gleiche Weise beantworten wie schon das Bücherstöckchen, also mit „gesehen“ und „habe ich vor zu sehen„.
Ein bisschen peinlich, Filme kenne ich weit über die Hälfte, bei den Büchern warens viel weniger… O:)

001. Avatar – Aufbruch nach Pandora 2009 James CameronHier rezensiert

002. Titanic 1997 James Cameron – blablubb, Titanic halt…

003. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs 2003 Peter Jackson – *love*

004. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 2006 Gore Verbinski – Fand ich schlechter als die anderen beiden…

005. The Dark Knight 2008 Christopher Nolan – Klasse, aber Batman Begins fand ich noch besser ^^

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28 Tage [2002]

28 Tage - Plakat Autorin Gwen lebt mit ihrem Freund Jasper in New York und nimmt das Leben leicht. Partys, Alkohol, Drogen, von Verpflichtungen hält sie nicht viel. Als sie im Rausch die Hochzeit ihrer Schwester ruiniert und mit der geklauten Hochzeitslimousine einen Unfall verursacht, wird sie zu 28 Tagen Therapie oder Gefängnis verurteilt.
Gwen entscheidet sich für die Therapie, schließlich will sie nicht in den Knast…

In der Reha-Klinik kann Gwen sich überhaupt nicht einfinden, rebelliert gegen ihr Umfeld, fühlt sich fehl am Platz. Nur langsam beginnt sie, ihren Weg zu gehen, doch Gwens Entwicklung steht der eifersüchtige Jasper gegenüber, der sie nicht unterstützt, sondern im Gegenteil immer wieder dazu verführt, den alten, einfachen, Weg beizubehalten.

In „28 Tage“ zeigt Betty Thomas den Weg einer Süchtigen: Party und Spaß, Leugnung des Problems, Erkennen und doch nicht akzeptieren, den Versuch, sich zu bessern, Entzug und Rückfall.

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Tideland [2007]

Tideland - Plakat „Wenn wir heute einen Film sehen, dann werd ich schnell einschlafen!“ sagte der Schatz gestern abend. Ich denke es ist bezeichnend, dass er es nicht tat, obwohl „Tideland“ in seinen 2 Stunden Spieldauer eigentlich keinerlei Action und gleichzeitig wenig Handlung bietet, sondern teilweise lediglich mit schlichten, oft inhaltsleeren Monologen des Hauptcharakters mit ihren Puppen daher kommt…

Terry Gilliams „Tideland“ erzählt die Geschichte der zehnjährigen Jeliza Rose [Jodelle Ferland], die nach dem Drogentod ihrer Mutter gemeinsam mit ihrem Vater Noah [Jeff Bridges], einem heroinabhängigen Altrocker, in dessen Heimat fährt.
Statt auf eine liebende Oma, trifft sie hier eine verlassene, heruntergekommene Farm an, in der sich ihr Vater den goldenen Schuss setzt, und Jeliza Rose mit sich selbst zurücklässt…
Statt zu verzweifeln zieht sich Jeliza Rose in eine Fantasiewelt zurück. Sie erforscht das Haus, spielt mit ihren Freunden – vier abgetrennten Puppenköpfen – in der Umgebung, und kommt abends nach Hause, um sich zu ihrem Vater zu kuscheln und ihm zu erzählen, was sie so erlebt und entdeckt hat.

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Unter dem Himmel der Toskana [2006]

Unter dem Himmel der Toskana - Plakat Lektor Jeremy [Joshua Jackson] wird von London nach Italien geschickt, um den Bestsellerautor Weldon Parish [Harvey Keitel], der sich nach dem Tod seiner Frau aus der Welt zurückzog, dazu zu überreden, für den Verlag ein weiteres Buch zu schreiben. Ich mag Italien, ich liebe Bücher, ich habe nichts gegen Romantik – ich freute mich auf den Film, der im Original „Shadows in the Sun“ heißt.

Was ich dann zu sehen bekam war, naja, relativ belanglos. Der Yuppie-Lektor wird in dem kleinen toskanischen Dorf natürlich nicht gerade willkommen geheißen, einzig Parishs Tochter [Claire Forlani] greift ihm unter die Arme und versucht ihn ihrem Vater näher zu bringen. Oh Wunder, der aufstrebende Lektor, der selbst zu schreiben versucht verliebt sich in die Schöne, die in der deutschen Synchronisation einen sehr aufdringlichen Akzent verpasst bekam.

Erfolgsautor und Lektor kommen sich nur langsam näher, reizen sich gegenseitig und versuchen, die Kreativität aus dem anderen zu kitzeln. Alles was darauf folgt, ist absolut vorhersehbar, was ja nicht automatisch schlecht sein muss. Bei beinahe jedem romantischen Film ahnt man, wie es ausgeht, doch bestimmt die Art und Weise über gut oder schlecht.

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Erleuchtung garantiert [1999]

Erleuchtung garantiert PlakatUrsprünglich habe ich den Film nur seines Japanhintergrundes wegen sehen wollen, mit Doris Dörrie konnte ich nicht viel anfangen, und überhaupt, man erwartet ja nicht allzuviel vom deutschen Film… Dieser jedoch hat sich zu einem meiner Lieblingsfilme gemausert!

Der Film ist schwer zu beschreiben, er erinnert an eine Dokumentation, wirkt [und wird teilweise auch] selbstgefilmt und hausgemacht. Er erzählt die Geschichte zweier ungleicher Brüder: Uwe [Uwe Ochsenknecht] und Gustav [Gustav-Peter Wöhler].
Gustav ist ein zurückhaltender Typ, scheint glücklich und ausgeglichen, arbeitet als Feng-Shui-Berater und teilt mit seiner Frau eine Leidenschaft für asiatische Philosophien und Religion. Uwe hingegen ist laut und oft schlecht gelaunt. Er verkauft Küchen und lässt seinen Frust nicht selten an seiner Frau aus. Als diese die Kinder einpackt und ihn Knall auf Fall verlässt, heult er sich bei seinem verständnisvollen Bruder auf, der sich bequatschen lässt, Uwe mit auf seine langgeplante Reise in ein japanisches Zen-Kloster zu nehmen…

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Die Mumie 3 – Das Grabmal des Drachenkaisers [2008]

Die Mumie 3 - Das Grabmal des Drachenkaisers - PlakatBääääh, wie schrecklich!
Da wir den letzten Teil der Mummy-Trilogie noch nicht gesehen hatten, haben wir das gestern abend letztens spontan nachgeholt, als der Schatz überraschend früh Schulschluss hatte und ich mir ohnehin etwas geistige Zerstreuung gewünscht habe. Aber… was für eine Zeitverschwendung, ehrlich!
Ich liebe die Mumie! Auch der zweite Teil hat mir total gut gefallen. Aber das hier? Das geht gar nicht.
Die ersten Minuten fand ich super. Der Drachenkaiser [Jet Li], zeigt uns seine Geschichte. Gut, spannend, tolle Idee! Ab da ging es rapide bergab.
Dass Ivy durch eine neue Schauspielerin ersetzt worden ist, war mir schon bekannt, aber die neue… nein, das ist nicht Ivy! Ivy war gleichzeitig feminin und burschikos, lieb und frech, intelligent und naiv, aber vor allen Dingen mutig. Die neue Ivy… eine drittklassige Groschenromanschreiberin. Genau das, und nicht mehr. Von ihrer Stärke und ihrem Intellekt kommt nichts mehr rüber. Die Chemie zwischen den beiden O’Connels, die in Teil 1 und 2 ein zauberhaftes Liebespaar abgaben, stimmt in dieser neuen Besetzung überhaupt nicht mehr!

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Six Feet Under

Jeden Mittag zu meiner „Sportstunde“ und manchmal abends, wenn ich nichts Besseres zu tun hatte, habe ich mir nach und nach meine „Six Feet Under“ DVDs und heute – unter Tränen – die letzte Folge angesehen.
Was für eine Serie! Was für eine Serie? Ja, was eigentlich für eine?
Six Feet Under ist schwer zu beschreiben, da sie nicht mit konventionellen Serien zu vergleichen ist. SFU ist ein bisschen wie eine Soap, ein bisschen morbide und ansonsten wie das wahre Leben.
Die Serie betrachtet das Leben und den Tod aus Sicht der Familie Fisher, die ein Bestattungsunternehmen unterhält, und deren Verwandten und Bekannten. In der ersten Episode stirbt das Familienoberhaupt an Weihnachten und die beiden ungleichen Söhne David und Nate erben das Unternehmen.

Die meisten Folgen beginnen mit einem Todesfall. Anfangs werden diese Fälle noch intensiv während der Episoden begleitet, die Toten haben meist, und wenn auch nur in ihrem bisherigen Dasein, leichte Bezüge zum Leben mindestens eines Mitgleides der Familie Fisher. Man begleitet die Trauernden, bekommt Einblicke in verschiedene Bestattungsmöglichkeiten, sieht wie unterscheidlich die Menschen ihre Toten feiern oder betrauern.

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