Auch 2025 war definitiv kein „Lesejahr“. Trotzdem scheine ich am Ende bei durchschnittlich einem Buch pro Monat zu landen, was mich etwas erleichtert – aber auch überrascht. Gefühlt lese ich nämlich „gar nicht“. Vermutlich liegt es an der Diskrepanz zu der Büchermenge, die ich früher verschlungen habe. Ich würde wirklich gerne wieder mehr lesen … Warum es nicht klappt? Zum einen bin ich abends meistens zu müde, sodass stumpfes Serie-Gucken und dabei durchs Handy scrollen viel verlockender ist. (seufz) Und manchmal, glaube ich, überfordert mich auch die große Auswahl meines SuB. Es fällt mir schwer zu entscheiden, welches Buch ich als nächstes aus dem Regal ziehen soll, ich möchte sie doch alle lesen! Und zwar am liebsten sofort! Hmpf. Verflixte first-world-problems …
Folgende Titel habe ich 2025 gelesen:
Bücher:
01. Brandon Sanderson – Die Worte des Lichts (Re-Read) (Sturmlicht-Chroniken 3) ****
02. Brandon Sanderson – Die Stürme des Zorns (Re-Read) (Sturmlicht-Chroniken 4) ****
03. Angelo Tijssens – An Rändern *****
04. Brandon Sanderson – Tänzerin am Abgrund (Sturmlicht-Chroniken 4.5) ****
05. Brandon Sanderson – Der Ruf der Klingen (Sturmlicht-Chroniken 5) ***
06. Marcel Lewandowsky – Was Populisten wollen *****
07. Elya Adair – Melodie der Asche (abgebrochen)
08. Brandon Sanderson – Die Splitter der Macht (Sturmlicht-Chroniken 6) ***
09. Natalie Goldberg – Schreiben in Cafés ****
10. Ursula K. LeGuin – Kleiner Autoren-Workshop *****
11. Ray Bradbury – Zen in der Kunst des Schreibens ***
12. Brandon Sanderson – Die Splitter der Dämmerung (Sturmlicht-Chroniken 6.5) ****
13. James Wood – Die Kunst des Erzählens **
14. Leonie Schröder – Beklaute Frauen (noch nicht beendet)
15. Brandon Sanderson – Der Rhythmus des Krieges (Sturmlicht-Chroniken 7) (noch nicht beendet)
16. Lajos Egri – Literarisches Schreiben (noch nicht beendet)
Auch an Athos 2643 von Nils Westerboer (war auf der Leseliste 2024) habe ich mich noch zweimal versucht, es aber nach wenigen mühevollen Seiten endgültig abgebrochen und weiterverschenkt. Für die paar Seiten dachte ich, muss ich es nicht nochmal in die Liste aufnehmen. Ich würde das Buch wirklich gerne mögen, da ich die Handlung sehr spannend finde, aber ich komme einfach nicht an der distanzierten Erzählerin vorbei. ^^‘ Nach einer Unterhaltung mit Sandra, die das Buch (und den Autor) sehr mag, habe ich mir dann „Lyneham“ besorgt, und hoffe, dass mir das mehr zusagen wird. ^^
Mein Favorit in diesem Jahr war eindeutig Angelo Tijssens „An Rändern“. Ein emotionales und bewegendes Buch, mit dem ich ganz lange gehofft habe, und dessen Melancholie mich sehr berührt hat. Ich mochte besonders die klare Sprache des Autors, die bei aller Wehmut und allem Schmerz niemals kitschig wurde.
„Ich hätte die Dinge und die Zeit auf sich beruhen lassen und mich nicht auf die Suche nach den Resten begeben sollen, denn was weg ist, lässt sich nicht so einfach zurückholen.“
Die Sturmlicht-Chroniken fühlen sich mittlerweile richtig nach Arbeit an. Sehr frustriert hat mich, im Laufe des Jahres zu erfahren, dass die Reihe nach den „letzten“ Bänden 9 und 10 (der deutschen Ausgabe) noch nicht beendet sein wird. Zu lesen, dass danach nur der erste Arc vorüber ist, lässt mich etwas sprachlos zurück. Aber auch mit der Sicherheit: Ich werde die Reihe danach nicht weiterverfolgen.
Mit den Sturmlicht-Chroniken geht es mir, wie es bisher bei Sanderson immer war: Vieles ist toll, manches einfach viel zu laaaaang und kleinteilig. Nicht jeder Charakter berührt mich, und das, was mich an der Story interessiert, geht meist irgendwie unter der ausgewalzten Erzählweise verloren. Verwunderlich, da ich lange und sich langsam entwickelnde Geschichten eigentlich sehr liebe. Naja. Am besten haben mir, glaube ich, die beiden Zwischenbände gefallen, abgesehen davon meist entweder die ersten oder die letzten Kapitel eines Bandes, während ich mich in den jeweils anderen Hälften zwingen musste, nicht einfach Seiten über Seiten zu überblättern.
Nun denn. Auf die letzten Bände des Arcs freue ich mich trotzdem. Und sei es nur, um zu wissen, dass ich dann damit „durch“ bin.
Zu den Schreibratgebern habe ich in den beiden Einfach Schreiben-Beiträgen schon mehr gesagt. Schaut also gern dort vorbei, wenn Ihr mehr darüber wissen möchtet.
2025 gelesene Manga:
01. Moyori Mori – Touching your night **
02. S-Cynan & singNsong – The World after the Fall 1 (noch nicht beendet)
04. Ichika Yuno – Lullaby of the Dawn 3-4 *****
06. Etsuko – Joy & Second Joy ****
07. Gou Tanabe – Lovecrafts Die Farbe aus dem All ****
08. Gou Tanabe – Lovecrafts Der Hund und andere Geschichten ****
09.-23. Kouji Miura – Blue Box 1-15 ****
24. Gou Tanabe – Lovecrafts Das Leuchtende Trapezoeder ****
25.-31. Misaki Takamatsu – Skip and Loafer 1-7 ****
32.-37. Kemuri Karakara – Unterm Wolkenhimmel 1-6 ***
Auch in meinem Manga-SuB bin ich deutlich weniger weit gekommen, als ich wollte. Dabei wäre es mir so wichtig, die Reihen zu lesen und dann weiterzugeben, was ich nicht behalten möchte, einfach, um etwas Platz zu schaffen. Dummerweise entpuppten sich in diesem Jahr fast mehrere Geschichten als zumindest so nett, dass ich sie behalten möchte, bis die letzten Bände vorliegen. Verflixt. :D
Vor allem Blue Box und Skip & Loafer haben mich sehr positiv überrascht. Obwohl es „nur“ Coming-of-Age-Geschichten sind, die ich normalerweise einfach gerne so zwischendurch weglese, haben mich diese beiden Titel sehr begeistert. Die Charaktere sind hier so gut getroffen, und ihre Probleme auf dem Weg ins Erwachsenwerden so nachvollziehbar geschildert, dass ich mit beiden Geschichten mehr Freude hatte, als gedacht, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise: Während Blue Box aus einer sehr emotionalen Jungenperspektive erzählt, geht Skip & Loafer zwar nicht so sehr in die emotionale Tiefe, ist dabei aber immer wieder unfassbar lustig und erlaubt der Protagonistin, einfach sie selbst zu sein und zu bleiben, was mir sehr gefällt. Ich freue mich auf die nächsten Bände!
Gou Tanabe verleiht den Lovecraft-Geschichten in seinen Adaptionen ein wirklich eindrucksvolles Gesicht. Erzählerisch bleiben die Mangas meiner Meinung nach etwas an der Oberfläche – aber es sind eben Mangas, keine Kurzgeschichten. Trotzdem gefällt mir die graphische Umsetzung unfassbar gut.
„Unterm Wolkenhimmel“ ist eine spannende Mystery-Action-Reihe, die nach der Meiji-Restauration in Japan spielt. Ich mag die klaren Zeichnungen sehr. Auch die Geschichte, rund um den echten Wandel in Japan vermischt mit mystischen Schwertkämpfen, Schrein-Geistern, Dämonen und Yin-Yang-Magie ist unterhaltsam. Mir fehlt leider eine tiefere emotionale Ebene, daher reißt mich die Geschichte nicht so richtig mit. Aber man kann nicht alles haben. :) Mal schauen, ob ich das Prequel „Kinder des Fegefeuers“ im neuen Jahr noch lesen werde oder ob ich genug aus dem Universum habe.
Was waren Eure Jahreshighlights? Was sollte man davon unbedingt gelesen haben? :)