Rezension Archive - Seite 3 von 3 - Miriam Schäfer :: (Autorin)

Das Dämonenkind – Jennifer Fallon

Band 1: Kind der Magie

Kind der Magie CoverVon einer guten Bekannten in den höchsten Tönen gelobt und wärmsten empfohlen, freute ich mich richtig auf die Trilogie, die die Geschichte des Mädchens R’shiel erzählt, das als Kind eines Gottes und eines Menschen über die Macht verfügt, die Welt Medalon von der Tyrannei der Schwesternschaft des Schwertes zu befreien.
Skurriler weise wächst eben diese R’shiel als Schwesternschülerin auf, ihr Bruder Tarjanian untersteht dem Heer der Hüter, der Exekutive der religiösen Vereinigung, und ist somit für die Verfolgung der Heiden, derjenigen, die noch an die alten Götter glauben, verantwortlich.

Zu Handlung gibt es nicht viel zu sagen. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände müssen die Geschwister aus ihrer Heimat, der Zitadelle, fliehen und eine Odyssee durch Medalon beginnt, während der sie sich einer Rebellengruppe anschließen. Es folgt ein stetiger Wechsel aus Flucht und Gefangennahme und Flucht und erneuter Gefangennahme, was beim ersten Mal noch spannend scheint, auf Dauer jedoch eher ermüdet. Zwischendurch wird jeder neue Charakter sorgfältig eingeführt, was zwar einerseits begrüßenswert ist, andererseits das zähe Vorankommen noch schleppender werden lässt.

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Barry Trotter und die schamlose Parodie – Michael Gerber

Barry Trotter und die schamlose Parodie CoverManchmal sollte man einem Autor einfach Glauben schenken. Es steht „schamlos“ auf dem Buch. Groß und eindeutig. Und es ist genau das: Schamlos. Warum also erwartete ich, dass es jemandem gelänge, das ganze Marketingrad hinter dem Potter-Imperium pfiffig aufs Korn zu nehmen? Warum zum Henker habe ich es mir nur gewünscht? Ich arme Harry-Sympathisantin erhoffte mir eine erfrischend witzige Parodie, vielleicht eine Karikatur der Charaktere, wie es zur Zeit dieser Buchveröffentlichung einer FanFiction Autorin mit ihren „Secret Dairys“ der LotR-Charaktere gelungen war. Aber dieses Buch hier… nein, der Autor hat nicht gelogen, es ist schlicht und ergreifend schamlos.

Nach den ersten paar Seiten war ich bereits extrem gelangweilt von den flachen und geschmacklosen Späßen, so dass ich mich wirklich zwingen musste weiterzulesen, nur um schließlich doch nach der Hälfte dieses harmlos aussehenden Büchleins entnervt aufzugeben…
Worum es geht ist schnell zusammengefasst: Hogwarts steht vor der endgültigen Vernichtung durch die dunkelsten aller Mächte: Hollywoods Filmindustrie! Klingt witzig? Joa, dachte ich auch. Ist es aber nicht.

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Bis(s) zum Abendrot – Stephenie Meyer

Biss zum Abendrot CoverNoch immer auf der Suche nach dem Gral der Ursache des Hypes erstand ich auf Ebay die Bände drei und vier der Vampir-Reihe und biss *haha* mich weiter tapfer durch die Seiten. Wobei ich gestehen muss, dass mir dieser Band wirklich gefallen hat.
Hauptaugenmerk in „Biss zum Abendrot“ liegt auf dem Konflikt zwischen den Vampiren und den Werwölfen, sowie Bellas emotionaler Zerrissenheit wegen ihrer Liebe zu Vampir Edward und ihrer Freundschaft zu Jacob, dem Werwolf, die hier erstmals gut geschildert und spürbar nachzuvollziehen ist.

Vielleicht gefällt mir dieser Band so gut, weil es auch in meinem Leben einen „Jacob“ gibt. Ich weiß wie es ist, eine Liebe nicht gebührlich erwidern zu können, wie es ist, jemanden, den man auch liebt, wenn auch vielleicht eher wie einen Bruder, pausenlos ungewollt zu verletzen, einfach weil man den Egoismus besitzt, diesen Menschen trotz allem nicht gänzlich aufgeben zu können und wollen. Da Jacobs Charakter und Bellas Beziehung zu ihm bereits im Vorband ausgearbeitet wurde und dadurch wohl die tiefste wirklich geschilderte Bindung in der Geschichte ist, konnte ich in diesem dritten Band erstmals wirklich mitfiebern.

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